Eine aktuelle Studie (1) in der Fachzeitschrift "PLoS One" untersuchte, ob der Verlust des Geruchssinnes mit der Mortalität assoziiert ist.

Die Autoren sammelten in den USA die Daten von 3005 Erwachsenen (Alter zwischen 57 - 85 Jahren) für 5 Jahre. Die olfaktorische Riechfunktion wurde mit "Wave 1"-Test für verschiedene Gerüche ermittelt und anschließend mit 5-Jahres-Mortalität in Verbindung gesetzt. Die Ergebnisse:

Die Mortalität bei Menschen mit dem Verlust des Geruchsinnes (Anosmie) war viermal höher, als bei Menschen, deren Geruchssinn gut erhalten war. Menschen mit reduziertem Geruchssinn hatten eine Mortalitätsrate, die zwischen diesen beiden Gruppen (p<0.001) angesiedelt war, je nachdem wie stark der Geruchssinn beeinträchtigt war. Nach Anpassen wichtiger Faktoren hatten anosmische Menschen eine dreimal höhere Mortalitätsrate, als die normosmische mit normalem Geruchssinn (OR 3.37). Diese Assoziation war nicht Folge von Ernährungsmangel, kognitiver Verschlechterung, geistiger Krankheit, Rauchen, Alkoholmissbrauch oder Gebrechlichkeit.

Fazit: Der Verlust bzw. starke Beeinträchtigung des Geruchssinnes (Anosmie bzw. Hyposmie) war sozusagen ein Vorbote des drohenden Todes, als Hinweis auf die Alterung.

Die Autoren sehen bei der Anosmie ein Hinweis auf die verlangsamte zelluläre Regeneration auf die kumulative Wirkung der Umwelt-Gifte.

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