Frei#  Die optimale initiale Therapie von Morbus Parkinson ist derzeit unklar. Da die Wirkung von L-Dopa mit der Zeit nachlässt, werden immer mehr alternativen Therapien den Vorzug gegeben. Vor diesem Hintergrund verglich die "PD MED Trial"-Studie in "Lancet" L-Dopa mit den L-Dopa-sparenden Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmer als Langzeit-Therapie bei 1620 Parkinson-Patienten, die in England zwischen 2000 und 2009 neu eingestellt wurden.

Die Ergebnisse waren vor allem in der Langzeit überraschend: In den ersten drei Jahren war der PDQ-39 Mobilitäts-Score lag um 1.8 höher in der L-Dopa-Gruppe, als in den Gruppen mit L-Dopa-sparenden Therapien. Dieser Unterschied in der Mobilität blieb auch nach 7 Jahren bestehen, L-Dopa-Gruppe hatte um 1.4 höhere Mobilitätswerte. Die Rate für Demenz, Hospitalisationen und Mortalität war in allen Gruppen vergleichbar. Aufgrund von Nebenwirkungen brachen 2% der Patienten in der L-Dopa-Gruppe, 28% in der Dopaminagonisten-Gruppe und 23% in der MAO-B-Hemmer-Gruppe die Therapie ab.

Fazit: L-Dopa als Initialtherapie erhält die Mobilität der Parkinson-Patienten auch in der Langzeit besser als L-Dopa-sparende Therapie mit Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmer. Der Unterschied war zwar sehr klein aber bedeutend. Die Ergebnisse zeigten des Weiteren, dass MAO-B-Hemmer mindestens genauso effektiv wie die Dopaminagonisten sind.

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