Der Bandscheibenvorfall ist eine häufige Erkrankung, die oftmals durch Quetschungen von Nervenwurzeln zu Schmerzen oder Lähmungen führen kann. Die minimalinvasive Entfernung einer Bandscheibe ist eine mögliche Therapieform.

Hierbei wird durch einen kleinen Hautschnitt die vorgefallene Bandscheibe unter dem Mikroskop mit feinen Mikroinstrumenten entfernt. Nach diesem minimalinvasiven Eingriff erholen sich Patienten schneller als nach einer offenen Operation und haben zudem weniger Schmerzen. Jedoch verlangt dieses Verfahren technisches Expertenwissen und bringt erhöhte Risiken mit sich. 

Wissenschaftler untersuchten mit systematischen Reviews und Metaanalysen von randomisierten kontrollierten Studien die Effekte von minimalinvasiven vs. offenen Operationsverfahren auf das funktionale Outcome, auf den Schmerz, sowie auf Komplikationen und erneute Operationen von betroffenen Patienten (1). Dafür wurden Patienten untersucht, die sich einer Bandscheibenentfernung im Hals- oder Lendenwirbelbereich unterzogen.

Als Datenquellen für randomisierte kontrollierte Studien, die bis zum 12.Januar 2014 veröffentlich wurden, dienten Medline, Embase und die Cochrane Library.

Zwei Kritiker beurteilten die Gültigkeit, sowie das Verzerrungspotential von eingeschlossenen Studien. Analysiert wurden das funktionale Outcome und der Schmerz durch standardisierte Mittelwertsdifferenzen in einem Random-Effekt-Model.

Eingeschlossen wurden 4 Studien mit 431 Patienten, die im Halsbereich einen Bandscheibenvorfall hatten und operiert wurden, sowie 10 Studien mit 1159 Patienten, die sich einer Operation im Lendenwirbelbereich unterzogen. Die Evidenz war von niedriger bis mäßiger Qualität. Die Untersuchung zeigte, dass minimal invasive Chirurgie die Langzeitfunktion nicht verbesserte. Auch die Langzeitschmerzen konnten dadurch nicht verringert werden im Vergleich zur offenen Operation. Die Evidenz deutet darauf hin, dass durch minimal invasive Chirurgie die Rate an Nervenwurzelverletzungen, unbeabsichtigten Verletzungen der Hirnhaut, sowie erneuten Operationen höher ist, als bei offenen Operationen. Jedoch treten bei offenen Operationen im Vergleich zu minimalinvasiven Eingriffen häufiger Infektionen auf, obwohl der Unterschied nicht statistisch signifikant war.

Schlussfolgerung: Das Fazit der Analyse ist, dass die aktuelle Evidenz den routinemäßigen Einsatz von minimal invasiver Chirurgie zur Bandscheibenentfernung im Hals- oder Lendenwirbelbereich nicht befürwortet. Es werden für diese Fragestellung gut geplante Studien benötigt, da eine Evidenz von hoher Qualität fehlt.

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