Heutzutage werden vor allem durch die Sonographie immer mehr asymptomatische Schilddrüsenknoten entdeckt. Es besteht jedoch keine Einigkeit bezüglich der optimalen Nachsorge bei zytologisch nachgewiesenen gutartigen Läsionen und sonografisch unverdächtigen Knoten. In den aktuellen Leitlinien werden fortlaufende Ultraschalluntersuchungen und eine Neubewertung der Zytologie empfohlen, falls ein signifikantes Wachstum zu beobachten ist.

Eine aktuelle Studie untersuchte Häufigkeit, Ausmaß und Faktoren, die mit einer Größenänderung der Schilddrüsenknoten zusammenhängen, zu ermitteln.

Studiendesign, Studienaufbau und Teilnehmer: Es handelt sich um eine prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie mit 992 konsekutiven Patienten mit jeweils 1 bis 4 asymptomatischen, sonografisch oder zytologisch gutartigen Schilddrüsenknoten. Die Patienten wurden zwischen 2006 und 2008 in acht an Krankenhäuser angeschlossenen Referenzzentren für Schilddrüsenerkrankungen in Italien rekrutiert. Es wurden die Daten der ersten fünf Jahre Nachsorge bis Januar 2013 anaylsiert.

Hauptkriterien und Messgrößen: Das Wachstum der Knoten (primärer Endpunkt) wurde durch jährliche Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse erfasst.

Größenänderungen wurden dann als signifikantes Wachstum bewertet, wenn eine Zunahme von 20% oder mehr in mindestens zwei Diametern des Knotens registriert wurde, mit jedoch mindestens einer Zunahme von 2 mm. Mit dem Knotenwachstum assoziierte Ausgangsfaktoren wurden ermittelt. Sekundäre Endpunkte waren der sonografische Nachweis neuer Knoten und die Diagnose eines Schilddrüsenkarzinoms im Nachsorgezeitraum.

Ergebnisse: Ein Knotenwachstum trat bei 153 Patienten (15,4%) auf.

174 der ursprünglich 1567 Knoten (11,1%) zeigten ein Größenwachstum mit einer mittleren Zunahme des größten Diameters von 4,9 mm (von 13,2 mm auf 18,1 mm) in fünf Jahren.

Das Knotenwachstum stand mit dem Vorhandensein multipler Knoten, einem Knotenvolumen von mehr als 0,2 ml und dem männlichen Geschlecht in Zusammenhang, während ein Lebensalter von 60 Jahren oder mehr mit einem geringeren Wachstumsrisiko verbunden war als ein Lebensalter von weniger als 45 Jahren.

Bei 184 Personen (18,5%) wurden die Knoten spontan kleiner.

Ein Schilddrüsenkarzinom wurde bei 5 der ursprünglichen Knoten (0,3%) diagnostiziert. Nur 2 davon waren gewachsen.

Bei einer Thyreoidektomie ergab sich der Zufallsbefund eines Karzinoms in einem nicht-sichtbaren Knoten. Neue Knoten entwickelten sich bei 93 Patienten (9,3%), wobei 1 Karzinom entdeckt wurde.

Fazit: Bei Patienten mit asymptomatischen, sonografisch oder zytologisch gutartigen Schilddrüsenknoten zeigte der Großteil der Knoten keine signifikante Größenzunahme während der 5-jährigen Nachsorgezeit, und Schilddrüsenkarzinome traten selten (0.3% in 5-Jahren) auf. Diese Erkenntnisse stützen die Erwägung einer Überarbeitung der aktuellen Leitlinienempfehlungen für die Nachsorge asymptomatischer Schilddrüsenknoten.

Anmerkung: Eine mögliche Schlussfolgerung aus diesen Ergebnissen wäre, dass die Patienten mit Schilddrüsenknoten ohne sonographische Malignitätszeichen und einem negativem Feinnadelbiopsie keine weitere US-Kontrollen als Nachsorge bräuchten.

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