Systematisches Review und Meta-Analyse (1): Die MR-Elastographie (MRE) ist eine nichtinvasive diagnostische Methode, welche unter anderem für das Staging der Leberfibrose genutzt werden kann. Wissenschaftler führten eine Meta-Analyse individueller Teilnehmerdaten von verschiedenen publizierten Studien durch, um die diagnostische Genauigkeit der MRE bei Patienten mit chronischer Lebererkrankung (CLD) zu ermitteln.

Anmerkung: Die Magnetresonanzelastographie (MRE) stellt ein relativ neues Verfahren dar, bei dem zusätzlich zur gewöhnlichen MRT zyklisch von außen Druck auf die zu untersuchende Körperregion ausgeübt wird. Je nach Zusammensetzung des Gewebes ergeben sich verschiedene Eigenschaften und somit auch verschiedene Ergbenisse in der Bildgebung. So ist Tumorgewebe beispielsweise im allgemeinen solider und weniger elastisch als physiologisches Gewebe. Das Prinzip wird auch unter anderem in Kombination mit einer herkömmlichen Ultraschalluntersuchung im Rahmen der Brust- und Prostatkrebs-Diagnostik eingesetzt. (vgl. u.a.: I.Sack in DMW, Bd 133, Nr. 6, 2008) Die Wissenschaftler nutzten eine systematische Literatursuche um Studien zu ermitteln, in denen die MRE zur Diagnostik von Lebererkrankungen genutzt wurden. Die Leberbiopsie stellte bei den Untersuchungen jeweils den Standard dar. Die Studienautoren wurden iert um die individuellen Daten der Teilnehmer zu ermitteln: Alter, Geschlecht, BMI, Leberelastizität (gemessen mit MRE), Fibrosestadium, in der Studie genutzte Staging-Methode, Entzündungsgrad, Äthiologie der CLD und Intervalldauer zwischen MRE und Biopsie. In einer gepoolten Analyse wurden eine Grenzwertoptimierungskurve (ROC, Receiver Opertating Characteristic) berechnet und eine qualitative Analyse durchgeführt. (Berechnung der Fläche unter der Kurve (AUC) nach Clustern bzw Stadien). Des weiteren wurde Sensitivität und Spezifität der MRE für jede Fibrose (?Stadium 1), signifikante Fibrose (?Stadium 2), fortgeschrittene Fibrose (?Stadium 3) und Zirrhose (Stadium 4) bestimmt.

Die Forscher analysierten die Daten von 12 retrospektiven Studien, verglichen insgesamt 697 Patienten (mittleres Alter 55±13 Jahre, 59,4% männlich, mittlerer BMI 26,9 ± 6,7 kg/m², 92,1% mit <1 Jahr Intervaldauer zwischen MRE und Biopsie und 47,1% mit Hepatitis C).

Insgesamt hatten 19,5% der Teilnehmer Stadium 0, 19,4% Stadium 1, 15,5% Stadium 2 15,9% Stadium 3 und 29,7% Stadium 4.

Der mittlere Wert für die AUC-ROC (also der Fläche unter der ROC-Kurve) wurde für die Stadien wie folgt ermittelt: 0,84 (alle Stadium 1 oder mehr), 0,88 (signifikante Fibrose ab Stadium 2), 0,93 (Fortgeschrittene Fibrose Stadium 3) und 0,92 (Zirrhose Stadium 4).

Eine entsprechende diagnostische Aussagekraft wurde auch in der geschichteten Analyse basierend auf Geschlecht, Übergewicht und Äthiologie der CLD beobachtet. Die Fehlerrate der MRE lag insgesamt bei 4,3%.

Fazit: In einer gepoolten Analyse individueller Teilnehmerdaten verschiedener Studien konnte für die Magnetresonanzelastographie (MRE) eine hohe Genauigkeit in der Diagnostik der signifikanten oder fortgeschrittenen Leberfibrose- bzw. zirrhose gezeigt werden. Dieses Ergebnis ergab sich auch unabhängig von anderen Faktoren wie BMI und Ätiologie der chronischen Lebererkrankung. In zukünftigen Studien wird sich die diagnostische Leistungsfähigkeit der MRE zeigen.

Anmerkung: MRE kann im Vergleich zu anderen Methoden (wie z.B. US-geführte Elastographie-Messung), die die Leberfibrose messen, selbst bei stark adipösen Patienten zuverlässige Ergebnisse liefern.

1-

2-Siehe auch: Magnetic resonance elastography bei Brustkrebs-Diagnostik, 2002

 

 

 

 

 

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