Vasomotorische Symptome (VMS) wie Hitzewallungen sind in der in der Menopause relativ häufig. Ob VMS mit Fraktur-Risiko oder niedriger Knochenmineraldichte (BMD) assoziiert ist, ist noch unbekannt. Eine aktuelle Studie aus den USA ging dieser Frage nach (1).

Die Autoren analysierten die Daten aus der bekannten "Womens Health Initiative Clinical Trial". Insgesamt wurden 23573 Frauen (Alter 50 bis 79 Jahre) in die Studie eingeschlossen, die noch keine Hormontherapie erhalten hatten. Die vasomotorischen Symptome und Fraktur-Inzidenz wurden zu Beginn, nach 1, 3, 6 und 9 Jahren gemessen. Bei 4867 Frauen wurde auch die Knochendichte gemessen. Die Beobachtungszeit betrug durchschnittlich 8.2 Jahre. Die Ergebnisse:

Frauen mit moderaten bis schweren Hitzewallungen hatten ein erhöhtes Risiko für Hüft-Frakturen (HR 1.78), nicht jedoch für Wirbelsäulen-Frakturen. Des Weiteren wiesen die Frauen mit Hitzewallungen eine geringere Knochendichte im HWS- und LWS-Bereich auf, die dann mit der Schwere der Symptome korrelierte.

Fazit: Frauen mit moderaten bis schweren Hitzewallungen haben eine niedrigere Knochendichte und ein erhöhtes Hüftfraktur-Risiko als die Frauen ohne Menopause-Symptome.

Anmerkung: Eine präventive Osteoporose-Therapie sollte zumindest bei Frauen mit schweren menopausalen Hitzewallungen in Erwägung gezogen werden.

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