Zur Behandlung der MRSA (meticillin resistant Staphylococcus aureus)-Infektion gibt es wenige therapeutische Möglichkeiten. Am Häufigsten wird Vancomycin eingesetzt, kann aber nur intravenös verabreicht werden. Das neue Antibiotikum Linezolid (2) kann zwar oral gegeben werden, ist aber wesentlich teurer. Das in Deutschland altbekannte Trimethoprim/Sulfamethoxazol oral ist auch wirksam gegen MRSA. Bisher fehlen jedoch die Vergleichsdaten zwischen Trimethoprim/Sulfamethoxazol und Vancomycin. Eine aktuelle randomisierte Studie (1) aus Israel verglich die beiden Substanzen zur Therapie schwerer MRSA-Infektionen.

Insgesamt 252 Patienten mit MRSA-Infektion wurden in die Studie eingeschlossen, 36% hatten Bakteriämie. Die Teilnehmer wurden entweder für Trimethoprim-sulfamethoxazol (TMP/SMX) 320 mg/1600 mg zweimal täglich oder für Vancomycin 1g zweimal täglich, beide intravenös für mindestens 7 Tage, randomisiert.

Zwischen beiden Gruppen gab es keine signifikanten Unterschiede beim Therapieversagen (Vancomycin-Gruppe 27%, TMP/SMX-Gruppe 38%) und Mortalität (13%).

Bei Patienten mit Bakteriämie war jedoch Vancomycin signifikant wirksamer als TMP/SMX (RR 1.4); in dieser Patientengruppe war des Weiteren die Mortalitätsrate unter TMP/SMX fast doppelt so hoch wie als unter Vancomycin (RR: 1.9).

Fazit: Hoch-dosiertes Trimethoprim-sulfamethoxazol (TMP/SMX) war bei MRSA-Infektionen bis auf Patienten mit Bakteriämie ähnlich effektiv wie Vancomycin. Somit kann TMP/SMX Vancomycin zwar nicht vollständig ersetzen, ist aber durchaus eine Therapie-Alternative bei Patienten, bei denen Vancomycin kontraindiziert ist oder nicht vertragen wird.

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