Die Epilepsie ist eine häufige neurologische Erkrankung, die zu etwa 0,5 % auftritt. Ursächlich ist eine Störung des Gleichgewichts zwischen exzitatorischen und inhibitorischen Potentialen zerbraler Neurone, aufgrund dessen es zu einer synchronen Entladung kommt. Dies führt zu bestimmten Hirnwellen, die im EEG aufgezeichnet werden können. Auslösefaktoren können Hypoglykämie, Alkohol, genetische Veranlagung oder bislang unbekannte Faktoren sein. Ein epileptischer Anfall kann durch Aurasymptome, motorischer Phänomene (klonische Zuckung) oder Bewusstseinsstörung gekennzeichnet sein.

Aufgrund der fehlenden Kontrolle durch einen Anfall kann es zu tödlichen Komplikationen kommen. Hierzu zählt der bekannte Status epilepticus, bei dem es durch eine mangelhafte Respiration zu einer Hypoxie des Gehirns kommen kann. Neben dem Status epilepticus gibt es auch den sogenannten plötzlichen, unerwarteten Tod während einer Epilepsie (englisch: SUDEP von sudden unexpected death in epilepsy) über den bisher wenig bekannt ist. Ein möglicher Risikofaktor für den SUDEP scheint die Bauchlage zu sein. Forscher aus den USA gingen deshalb in einer Studie nach, inwieweit der SUDEP mit der Bauchlage zusammenhängt.

Die Forscher führten einen systematischen Review und eine Meta-Analyse anhand einer Literatursuche der Datenbanken PubMed, Web of Science und Scopus durch. Dabei wurden in englischer Sprache die Schlüsselwörter „SUDEP" oder „plötzlicher, unerwarteter Tod während einer Epilepsie" oder „plötzliches, unerklärtes Todessyndrom während einer Epilepsie" verwendet.

25 Publikationen erfüllten die Inklusions- sowie Exklusionskriterien und wurden deshalb in die vorliegende Studie aufgenommen.

Die Körperhaltung wurde bei 253 Fällen eines SUDEPs dokumentiert. Von diesen Patienten starben 73,3 % in der Bauchlage. 26,7 % starben hingegen in einer nicht-Bauchlage. Eine Analyse binärer Zufallseffekte zeigte, dass die Bauchlage, im Vergleich zu einer nicht-Bauchlage, signifikant mit einem SUDEP assoziiert ist (p < 0,001). Zusätzlich wurde die Bauchlage bei allen 11 Fällen mit einem Video-EEG-überwachten SUDEP beobachtet. In einer Subgruppe mit 88 Fällen eines SUDEPS wurde die Demografie und die Todesumstände dokumentiert, wodurch Folgendes zu beobachten war: Die Bauchlage lag zu 85,7 % bei Patienten mit 40 Jahren oder jünger vor, aber nur zu 60 % bei Patienten über 40 Jahre. Statistische Analysen bestätigten, dass die Bauchlage signifikant häufiger in jüngeren Patientengruppen als in älteren Patientengruppen vorkam (Odds ratio 3,9; p = 0,009).

Fazit: Es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bauchlage und plötzlichen, unerwarteten Tod während einer Epilepsie. Dies legt nahe, dass die Bauchlage ein Hauptrisikofaktor für einen so gearteten Tod ist. Das trifft insbesondere auf Patienten mit 40 Jahren und jünger zu. Demzufolge kann, laut den Forschern, der plötzliche, unerwartete Tod während einer Epilepsie ähnlichen Mechanismen zugrunde liegen wie der plötzliche Kindstod.

Anmerkung: Die Ergebnisse der Studie legen nah, dass Epilepsie-Patienten entmutigt werden sollen, auf dem Rücken und nicht auf dem Bauch zu schlafen.

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