Studie in "JAMA": Klinisch und radiologisch nachweisbare Erkrankungen bei Rauchern mit normaler Lungenfunktion (1).

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD; chronic obstructive pulmonary disease) wird definiert als irreversible obstruktive Erkrankung der Atemwege. Hierbei zeigt sich anhand der Lungenfunktionswerte ein Widerstand in den Atemwegen, der den Atemfluss behindert. Dieser Widerstand entsteht durch kollabierte Bronchien beim Ausatmen. Patienten mit COPD klagen über Husten, Auswurf und Atemnot. Es wird angenommen, dass gegenwärtige oder ehemalige Raucher, die keine Atemflussbehinderung aufweisen, gesund sind.

Diese Studie untersuchte klinische und radiologische Hinweise auf Erkrankungen, die mit dem Rauchen assoziiert sind. Hierfür wurde eine Kohorte mit gegenwärtigen sowie Ex-Rauchern gebildet, die die Lungenfunktionskriterien für eine COPD nicht erfüllten. Diese Patienten wurden nach der Global Initiative for Obstructive Lung Disease (GOLD) Klassifikation im Stadium 0, welches abgeschafft wurde, eingestuft. Kriterien für die Einteilung der COPD-GOLD-Stadien sind zwei Werte der Lungenfunktion: der FEV1-Wert und die forcierte Vitalkapazität (FVC).

Die Probanden der COPD Querschnitts-Beobachtungsstudie erhielten eine Lungenfunktionsuntersuchung sowie eine Thorax-Computertomographie. Außerdem mussten sie einen 6-minütigen Lauf absolvieren und Fragebögen ausfüllen. Die Rekrutierung erfolgte in Gemeinden aus 21 Gegenden der USA. Die GOLD 0 Gruppe der COPD Gene Studie mit 43881 Probanden mit einem FEV1 Wert ?80% und einer FEV1/VC >0.7 wurde mit einer GOLD 1 Gruppe mit 794 Probanden, mehreren COPD Gruppen mit 3690 Probanden und einer Gruppe Nie-Raucher mit 108 Probanden verglichen. Die Rekrutierung begann im Januar 2008 und endete im Juli 2011.

Die Hauptoutcomes waren Einschränkungen in der physikalischen Funktion, Atembeschwerden, Auffälligkeiten in der Computertomographie, der Gebrauch von Medikamenten für die Atemwege und die reduzierte Lebensqualität aufgrund von Atembeschwerden. Eine oder mehrere atmungsbezogene Beeinträchtigungen wurden bei 54,1% (2375 von 4388) der GOLD Gruppe 0 gefunden. Zudem zeigte sich in dieser Gruppe im Vergleich zu den anderen Gruppen eine verminderte Lebensqualität mit einem durchschnittlichen St.George´s Respiratory Questionnaire Wert von 17.0 vs.3.8 bei den Nierauchern. Der St.George´s Respiratory Questionnaire ermittelt in welchem Ausmaß der Patient unter seinen Atembeschwerden leidet. Auch die Strecke des 6 Minuten Laufes war geringer. Bei 42.3% (127 von 300) der GOLD Gruppe 0 zeigte sich in der Computertomographie ein Emphysem oder eine Verengung der Atemwege. Die erwartete Verteilung des FEV1 Wertes sowie der Mittelwert für die GOLD 0 Gruppe waren niedriger, aber immer noch im Normalbereich. Es zeigte sich, dass aktuelles Rauchen zwar mehr Atembeschwerden verursacht, jedoch hatten ehemalige Raucher ein ausgeprägteres Emphysem und Gas Trapping. Ein höheres Alter wurde mit vermehrtem Rauchen assoziiert und es konnten in der Computertomographie mehr Auffälligkeiten entdeckt werden. Patienten mit eingeschränkter Atmung nahmen eher Medikamente. Der Gebrauch war mit einem schlechteren Krankheitsgrad vereinbar.

Fazit: Lungenerkrankungen und Atembeschwerden konnten häufig bei Rauchern ohne spirometrisch nachweisbare COPD festgestellt werden. Basierend auf diesen Ergebnissen gehen Wissenschaftler davon aus, dass es derzeit 35 Millionen gegenwärtige und ehemalige Raucher über 55 Jahre in den USA gibt, die eine nicht erkannte Erkrankung oder Beeinträchtigung haben. Der Effekt von chronischem Rauchen auf die Lungen und den ganzen Mensch wird erheblich unterschätzt durch den alleinigen Einsatz der Spirometrie als diagnostisches Mittel.

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